Jede Endung hat ihren eigenen Markt — und ihr eigenes Preisniveau. Was für eine .com-Domain ein mittlerer Preis ist, wäre für eine .pl-Domain ein Rekord. Hier finden Sie die Ranglisten der teuersten dokumentierten Verkäufe für 17 Endungen sowie die Weltweit-Listen über alle Endungen hinweg, dort auch den direkten Vergleich der Endungen untereinander. Insgesamt 116 Ranglisten, alle aus derselben Datenbasis — alle Listen auf einer Seite.
Deutschlands Länderendung: über 17 Millionen registrierte Domains, ein liquider Sekundärmarkt mit jahrzehntelang dokumentierten Verkäufen.
47 Ranglisten · Platz 1: Shopping.de · 1.960.000 €Die höchsten öffentlich dokumentierten Domainverkäufe über alle Endungen hinweg — von .com über Länderendungen bis zu .ai.
7 Ranglisten · Platz 1: AI.com · 62.383.032 €Die wichtigste Endung der Welt: über 150 Millionen Registrierungen, der größte Sekundärmarkt und die höchsten je dokumentierten Domainpreise.
47 Ranglisten · Platz 1: AI.com · 62.383.032 €Die älteste Alternative zu .com: ursprünglich für Netzbetreiber gedacht, heute die verbreitetste Ausweichendung, wenn die .com-Adresse vergeben ist — mit einem entsprechend tiefen Sekundärmarkt.
Gesamtranking · Platz 1: Poker.net · 616.523 €Die Endung für Organisationen, Vereine und gemeinnützige Projekte — ohne Nachweispflicht und deshalb auch bei Unternehmen verbreitet. Generische Einwortbegriffe erzielen hier regelmäßig sechsstellige Preise.
Gesamtranking · Platz 1: Poker.org · 730.727 €Die Länderendung von Anguilla ist seit dem KI-Boom die gefragteste Endung nach .com: Einwort-Domains erzielen regelmäßig sechsstellige Preise, fast alle Spitzenverkäufe stammen aus den Jahren ab 2023.
Gesamtranking · Platz 1: Bot.ai · 1.037.075 €Formal die Länderendung des Britischen Territoriums im Indischen Ozean, praktisch die Standardendung der Tech- und Start-up-Szene. Fast alle Spitzenverkäufe stammen aus den Jahren ab 2020.
Gesamtranking · Platz 1: Mint.io · 202.269 €Kolumbiens Länderendung, seit 2010 weltweit registrierbar und als Kurzform von „company“ vermarktet: eine der wenigen Endungen, für die Unternehmen sechsstellige Beträge zahlen, ohne einen Landesbezug zu haben.
Gesamtranking · Platz 1: O.CO · 274.080 €Österreichs Länderendung: rund 1,5 Millionen registrierte Domains und ein kleiner, aber seit den 2000er-Jahren dokumentierter Sekundärmarkt.
Gesamtranking · Platz 1: Job.at · 408.000 €Die Schweizer Länderendung: über 2,5 Millionen Domains und ein kaufkräftiger Markt — aber auffallend wenige öffentlich gemeldete Verkäufe, weil Schweizer Transaktionen überwiegend vertraulich abgewickelt werden.
Gesamtranking · Platz 1: SwissTV.ch · 35.508 €Die Endung der Europäischen Union, seit 2006 registrierbar: Die höchsten Preise stammen aus den Startauktionen, seither ist .eu ein stabiler Nischenmarkt.
Gesamtranking · Platz 1: Hotels.eu · 257.000 €Das Vereinigte Königreich ist einer der größten europäischen Onlinemärkte und für deutsche Anbieter oft der erste Auslandsschritt. Gehandelt wird fast ausschließlich .co.uk; die 2014 eingeführte Kurzform .uk hat diese Preisklasse bisher nicht erreicht.
Gesamtranking · Platz 1: Cruises.co.uk · 745.727 €Frankreichs Länderendung: der wichtigste romanischsprachige Markt Europas und für deutsche Exporteure der zweitgrößte Handelspartner — mit einem seit den 2000er-Jahren dokumentierten Sekundärmarkt.
Gesamtranking · Platz 1: Credit.fr · 587.500 €Die niederländische Endung gehört mit über sechs Millionen Domains zu den dichtesten Länderendungen Europas — mit einem aktiven, gut dokumentierten Sekundärmarkt.
Gesamtranking · Platz 1: Seks.nl · 200.000 €Italiens Länderendung mit über drei Millionen Registrierungen. Die höchsten Preise zahlen Reise-, Glücksspiel- und Handelsportale für italienische Suchbegriffe.
Gesamtranking · Platz 1: Casino.it · 400.000 €Spaniens Länderendung — Zugang zum spanischsprachigen Markt und zum stark umkämpften Tourismussegment, aus dem auch die teuersten dokumentierten Verkäufe stammen.
Gesamtranking · Platz 1: hoteles.es · 275.000 €Schwedens Länderendung, eine der ältesten Registries überhaupt und der größte skandinavische Domainmarkt mit einer vergleichsweise offenen Meldekultur.
Gesamtranking · Platz 1: TV.se · 228.164 €Polens Länderendung: der größte Markt Mittelosteuropas und ein wichtiger Nachbarmarkt für deutsche Anbieter. Der Sekundärmarkt ist aktiv, öffentlich gemeldet wird davon allerdings nur ein kleiner Teil.
Gesamtranking · Platz 1: Saturn.pl · 143.614 €Ein Einwortbegriff unter .com erzielt regelmäßig ein Vielfaches desselben Begriffs unter .de, und der wiederum ein Vielfaches unter .at oder .ch. Das liegt nicht an der Qualität des Begriffs, sondern an der Größe des Käufermarktes: Wer ein deutschsprachiges Produkt anbietet, braucht keine .com; wer international verkauft, kann mit einer .de wenig anfangen. Vergleichspreise sollten deshalb immer innerhalb derselben Endung gesucht werden — oder, wenn das nicht möglich ist, mit einem deutlichen Abschlag für den kleineren Markt.
Auch die Dokumentationsdichte unterscheidet sich stark. Für .com und .de gibt es jahrzehntelange Meldungen aus Marktplätzen und Branchenmedien; für .ch oder .at werden viele Verkäufe nie öffentlich. Eine kurze Liste bedeutet also nicht, dass in dieser Endung wenig gehandelt wird — sondern, dass wenig gemeldet wird. Ausführlich dazu: Hinweis zur Aussagekraft.
Die Datenbank enthält Verkäufe zu mehreren hundert Endungen, darunter .net, .org, .co.uk, .fr, .io und .es. Veröffentlicht werden Ranglisten nur dort, wo genügend dokumentierte Verkäufe für eine belastbare Liste vorliegen. Auszüge zu anderen Endungen stellen wir auf Anfrage zusammen.